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15.10.2010 - Bezahlungsart "auf Rechnung"

"Setzen Sie es mir auf die Rechnung..." - diesen Spruch haben Sie bestimmt schon einmal gehört oder gar selbst verwendet. Im Grunde kauft man dabei Artikel oder Dienstleistungen auf Kredit - bezahlt wird hinterher. Davon leitet sich auch der Begriff "Kreditoren" ab, der im Handel fachgemäß für die Lieferanten verwendet wird.

Kreditorengeschäfte auf diese Weise funktionieren bereits seit Jahrhunderten. Allerdings stoßen Händler im heutigen Zeitalter des E-Commerce damit häufig auf Probleme.

Das bewährte Motto "schreiben Sie es mir auf die Rechnung" funktioniert im Onlinehandel unter Verwendung eines Onlineshops nämlich kaum bis gar nicht.

Aber warum?
Dafür gibt es eine simple Erklärung: Voraussetzung, dass Bezahlung auf Rechnung funktioniert ist, dass bereits eine Vertrauensbasis zwischen Kreditor (Lieferant) und Debitor (Käufer) herrscht. Im klassischen Business ist dies aufgrund der örtlichen Gebundenheit der Geschäftspartner oft der Fall. Im Onlinehandel jedoch gilt zu berücksichtigen, dass sich Käufer und Verkäufer in aller Regel nicht kennen.

Auch im klassischen Handel funktioniert Bezahlung auf Rechnung nicht überall. Stelle man sich nur einmal vor, man würde in ein Einkaufszentrum gehen um dort einzukaufen und dem Mitarbeiter an der Kasse einfach sagen: "Setzen Sie es mir doch bitte einfach auf die Rechnung". Unmöglich vorzustellen, nicht wahr?

Eigentlich sollte es jedem Händler völlig klar sein, dass Bezahlung auf Rechnung nur möglich ist, wenn eine Vertrauensbasis zwischen Käufer und Händler existiert. Im klassischen Handel ist dies auch der Fall, in Onlineshops hingegen findet man dennoch sehr häufig die Bezahlungsart "Rechnung" vor. Als Grund dafür geben Onlinehändler häufig an, dass sie damit versuchen, die Anzahl der Bestellungen und damit die Conversionrate zu erhöhen.
Dies ist in den meisten Fällen jedoch ein fataler Fehler. Sicherlich lässt sich auf diese Weise die Anzahl der Bestellungen anheben. Die Conversionrate bezieht sich jedoch auf die tatsächlich abgewickelten Geschäfte - also nur solche, bei denen der Käufer letztendlich bezahlt hat. Es gibt nämlich auch schwarze Schafe unter den Internetbesuchern, die auf Rechnung bestellen, evtl. unter falschen Namen, die Ware erhalten aber niemals bezahlen. Die Zahl der Internetkriminalität ging in den vergangenen Jahren zwar zurück, dennoch ist sie ein ernstzunehmendes Thema.

Aus diesem Grund ist stark davon abzuraten, die Bezahlungsart "Rechnung" in seinem Onlineshop anzubieten. Professionelle Onlineshopsysteme wie etwa Trade-System bieten auch an, dass man die Bezahlungsart "Rechnung" nur für seine Stammkunden freischalten kann. Dies ist durchaus sinnvoll und funktioniert in den meisten Fällen wunderbar. Es existiert bereits eine Vertrauensbasis zwischen Käufer und Verkäufer - der Verkäufer kann davon ausgehen, dass ihm der gewährte Kredit beglichen wird.

Viele Onlinehändler, welche die Bezahlungsart "Rechnung" auch für Neukunden in ihrem Onlineshop anbieten, haben bereits bemerkt, dass dies hin und wieder zu den genannten Problemen führen kann. Zu großem Erstaunen streichen dann aber nur wenige diese Bezahlungsart auch wieder aus ihrem Shop, sondern verrechnen stattdessen horrende Aufpreise, wer auf Rechnung bestellen möchte. Nicht selten findet man Onlineshops, die für die Bezahlungsart "Rechnung" einen Aufpreis von 15 bis 20 Euro verrechnen, nur mit dem Antrieb, durch die Bezahlungsart mehr Bestellungen zu erhalten.

Doch das ist die falsche Strategie. Denn denjenigen Käufer, die per Rechnung bestellen und dann auch verlässlich bezahlen, muss man keinen Aufpreis verrechnen. Und diejenigen, die nicht bezahlen, bezahlen erst recht nicht wenn ein Aufpreis kalkuliert ist. Die genannte Vorgehensweise führt viel eher dazu, dass auch verlässliche Kunden nicht mehr über die Bezahlungsart Rechnung bestellen und im schlimmsten Fall an eine Geldmache durch den Händler denken, weil sie sich den Aufpreis nicht erklären können. Das Image des Onlinehändlers wird dadurch im Worst Case entsprechend abgewertet.

Unsere Empfehlung daher: Verzichten Sie auf die Bezahlungsart "Rechnung" komplett oder setzen Sie sie ausschließlich bei Stammkundschaft ein, wo bereits ein Vertrauensverhältnis existiert. Bezahlungsarten wir Vorauskasse, Kreditkarte oder etwa Paypal haben sich mittlerweile sehr im Onlinehandel etabliert und bieten ausgezeichneten Ersatz.

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Kommentare

6 Kommentar(e) gefunden:


Jürgen
15.10.2010 09:46
Super Artikel!!! Ich musste echt lachen als ich den las, da ich selber schon öfter mal in Internetshops eingekauft habe, wo 15 Euro mehr verrechnet wurden wenn man die Bezahlungsart Rechnung nutzen wollte :)

Franz
15.10.2010 12:59
Ich gehöre zu denen, die 20 Euro für die Zahlart Rechnung verrechnen. Genau aus den im Text genannten Gründen. Das ist wirklich arg. Mein denkt das wäre die einzige Möglichkeit, ganz verzichten will man nicht drauf, weil man sonst denkt die Bestellungen bleiben ganz aus. Also ich werds mal probieren. Danke für den Tip!

Heike
15.10.2010 16:10
Ich find es schön dass dir der Beitrag hier weitergeholfen hat Franz. Aber ich kann mir das trotzdem nicht so ganz zusammenreimen wie man ernsthaft daran glauben kann dass man durch einen Aufschlag von 20 Euris verhindern kann dass Betrüger bestellen. Denen ist das doch Wurst wenn die eh nicht zahlen :)

Paula
15.10.2010 19:39
Also ich kann nur DANKE sagen an die Redakteure dieses wirklich erstklassigen Blogs! Ich bin dabei einen Onlineshop zu eröffnen und auch mein Gedankengang führte in die Richtung, die Zahlungsart Rechnung ein wenig teurer zu machen, um eventuelle Verluste damit wieder wettzumachen. Ich werd da wohl nochmal ein bisserle mehr drüber brüten müssen ;-)

Markus
02.01.2011 19:26
Man muss hier natürlich auch sehr stark um welche Branche/Ware/Kunden es sich handelt. Ich persönlich biete Kauf auf Rechnung (ohne Aufpreis) an und verzeichne seither gut 30% mehr Bestellungen. Tja und die Ausfallsrate liegt bei 0,3% -- für mich persönlich lohnt sich das also ;)

Gerhard
03.01.2011 10:01
@Markus: Es mag sicherlich einige wenige Branchen geben, in welchem der Großteil des Klientells als vertrauenswürdig einzustufen ist und es freut mich für dich auch dass es bei dir so gut funktioniert Markus. In diesen Branchen spricht sicher nichts gegen Bezahlung auf Rechnung. Aber in den meisten Branchen wird das leider scharmlos ausgenutzt.
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