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06.06.2018 - DSGVO – mehr Schaden als Nutzen?

Seit 25.05.2018 gilt EU-weit die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Doch wird die Welt des Internet dadurch wirklich sicherer? Oder entsteht vielleicht sogar mehr Schaden als Nutzen?

Warum wurde die DSGVO eingeführt?

Internetriesen wie Google, Facebook und Co. wird seit Jahren vorgeworfen, Daten von Nutzern zu sammeln, diese für Werbezwecke zu nutzen und in den vergangene Monaten stellte sich zudem heraus, dass Daten zudem auch an Dritte verkauft wurden.

Auf den ersten Blick klingt dies nach einem Skandal in unglaublicher Dimension. Daten armer, unwissender Internetnutzer wurden gegen deren Kenntnis und Willen gesammelt und veräußert. Die Politik sah dringenden Handlungsbedarf.

Der Schutz persönlicher Daten ist definitiv wichtig, doch welche Daten wurden denn eigentlich gesammelt und veräußert? Ist vom Sammeln und Verkauf von persönlichen Daten die Rede, denkt man zunächst an Daten wie Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, usw. Der Gedanke der Politik: Wer im Besitz solcher Daten ist, ist dazu in der Lage, unerwünschte Werbung an Personen zu versenden.

Doch es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass solche Daten veräußert wurden. Wenn davon die Rede ist, dass Google, Facebook und Co. Daten von Nutzern sammelten, ist damit vielmehr gemeint, dass Informationen über das Nutzerverhalten je Account gesammelt wurde, um Werbung gezielter, nach Interesse des Internetnutzers zu senden. Das bedeutet: Wer sich für Bohrmaschinen interessiert, bekommt viel eher Werbung für Handwerksartikel als für Körperflegeartikel – nur um ein Beispiel zu nennen.

Im Grunde ein Mehrwert für den Internetnutzer, aber auch das sieht die Politik anders.

Politik versteht Zusammenhänge falsch

Die Politik sieht, dass Personendaten Geld wert sind, denn immerhin verkaufen Internetriesen diese um teures Geld. Es wurde sogar schon laut darüber nachgedacht, eine eigene Steuer für das Sammeln von Personendaten einzuheben, weil der Internetnutzer ja keine Gegenleistung für seine Daten bekäme. Doch das ist völlig falsch!

Zunächst einmal zahlt jedes Unternehmen bereits Steuern, wenn dieses Gewinne erzielt. Werden also Personendaten verkauft, was bisher auch völlig legal war, so wurden dafür bereits Steuern abgeführt. Selbst wenn damit Werbung geschaltet wird und daraus Umsätze resultieren, fließen bereits Steuergelder.

Darüber hinaus erhielten Internetnutzer für ihre Daten schon immer eine Gegenleistung. Es soll immerhin Leute geben, welche die Suchmaschine Google schon einmal genutzt haben, um darin zu suchen :) Das dahinter steckende Server- und Datenbanksystem, welches geschätzt rund 100 Milliarden Webseiten speichert und indiziert kostet dem Betreiber Google Milliarden. Trotzdem ist es für jeden kostenlos. Wie wird das finanziert? Richtig, mit Werbung. Google sammelt das Nutzerverhalten und die Vorlieben der Nutzer, schaltet gezielt Werbung, verkauft diese an Dritte weiter und kann seine Suchmaschine damit finanzieren.

Ganz ehrlich: Dafür hätte Google unserer Meinung nach den Nobelpreis verdient!

Eine Milliardenschwere, sinnvolle, täglich genutzte Dienstleistung wird weltweit jedem Internetnutzer zur Verfügung gestellt – und das völlig kostenlos. Die einzige Gegenleistung, die wir Google als Internetnutzer dafür geben, ist unser Nutzerverhalten.

Social Networks wie etwa Facebook funktionieren nach exakt demselben Prinzip. Eine kostenlose Dienstleistung wird zur Verfügung gestellt, die Internetnutzer „zahlen“ mit dem Sammeln ihres Nutzerverhaltens.

Ein ethisches Problem? In zahlreichen Gesprächen mit Kunden und Internetnutzern war die Anzahl der Nutzer, die darin ein ethisches Problem sah marginal. Es besteht eher der Verdacht, dieser geringe Anteil an Nutzern welche darin ein Problem sieht, sieht dies erst durch das Aufbauschen der Thematik in den Medien und dem Ergreifen der falschen Maßnahmen durch die Politik!

Politik traf falsche Maßnahmen

Anstatt die Internetnutzer darüber aufzuklären, welche Daten gesammelt werden, wozu diese gesammelt werden und dass nur dadurch eine kostenlose Nutzung diverser Internetdienste wie etwa Google, Facebook, Youtube, usw. möglich wird, wurde ein Gesetz beschlossen, welches es den „bösen“ Internetkonzernen erschweren soll, Daten von Internetnutzern so sammeln und zu verkaufen. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurde erschaffen.

DSGVO trägt weitgehend nicht zur Sicherheit bei

Jeder Internetnutzer muss darüber informiert werden, welche Daten von ihm gesammelt werden. Dies beginnt bereits mit einfachen Serverlogs. Egal welche Internetseite ein Nutzer aufruft: Auf einem Webserver wird immer mitprotokolliert, von welcher IP-Adresse aus zugegriffen wird, zu welchem Zeitpunkt der Zugriff stattfand, auf welcher Seite der Nutzer zuvor war (Referrer), welcher Browser und welches Betriebssystem der Nutzer verwendet hat und sogar wie viele Daten übertragen wurden. Eigentlich müsste der Nutzer vor der Datenspeicherung dieser zustimmen, doch das ist zum aktuellen Zeitpunkt gar nicht möglich. Abgesehen davon wäre das auch ein riesengroßes Sicherheitsproblem: Auf einem Server muss immer mitprotokolliert werden, welche Zugriffe stattfanden. Alle in Logfiles gesammelten Daten sind sinnvoll, denn einerseits können damit serverseitige Fehler im Nachhinein besser eingegrenzt und bestimmt werden und andererseits können damit auch Missbrauchsfälle, also Angriffe auf den Server oder auf Websites erkannt werden.

Gottseidank gibt es keine technische Möglichkeit, Logfiles erst am Server zu schreiben, wenn der Internetnutzer dem auch zugestimmt hat. Denn das würde Hackern Tor und Türen öffnen!

Die Politik hat klar nicht verstanden, dass niemand auf die Idee käme, Serverlogdaten für Werbezwecke zu nutzen oder dafür zu veräußern bzw. dass diese Daten dafür auch in keinster Weise verwendet werden könnten.

Trotzdem: Wer Internetnutzer nicht in einer Datenschutzerklärung darauf hinweist, dass diese Daten gesammelt werden, muss Strafe zahlen. Nur Österreich hat offenbar erkannt, dass das weder durchführbar noch sinnvoll ist, und belässt es für das Erste bei Verwarnungen.

Das ist aber nur ein Beispiel von vielen Dingen, welche die DSGVO vorsieht. Betreiber von Internetseiten und Onlineshops werden in die Pflicht genommen, Maßnahmen zu erfüllen, welche sie selbst nicht verstehen. Fraglich ist, warum man nicht die Browserhersteller in die Pflicht nahm, bereits vor dem Betreten von Internetseiten eine entsprechende Meldung zu bringen, mit der Möglichkeit für eine Konfiguration, diese Meldungen nicht mehr anzuzeigen.

Denn im Moment muss man auf nahezu jeder Website einen lästigen Cookie-Balken wegklicken. Sogar auf Seiten, die überhaupt keine Cookies verwenden – weil es die Seitenbetreiber nicht wissen.

Das war aber nur ein Beispiel von vielen. Die DSGVO sieht eine ganze Reihe anderer Bestimmungen vor, an welche man sich per Gesetz halten muss.

Und wenn man sich nun vor Augen hält, dass all diese Maßnahmen nichts daran ändern, dass weiterhin exakt dieselben Daten „gesammelt“ werden und Internetriesen wie Google, Facebook und Co ebenfalls weitermachen wie bisher, stellt man sich zurecht die Frage, was die DSGVO tatsächlich für einen Nutzen hat. Die DSGVO schießt klar am Ziel vorbei!

Das ist an der DSGVO sinnvoll

Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass wir generell und aus Prinzip gegen die DSGVO sind. Viele persönliche Daten sind aus unserer Sicht sensible Daten und müssen geschützt werden.

Dass die DSGVO vorsieht, dass persönliche Daten stets verschlüsselt übertragen werden müssen, ist wirklich sehr zu begrüßen! Und das ist aus unserer Sicht auch das einzige, was an der DSGVO wirklich sinnvoll ist. Denn bisher wurden selbst Passwörter unverschlüsselt übertragen, sofern vom Seitenbetreiber nicht SSL/TLS genutzt wurde, was bei betroffenen Internetseiten tatsächlich ein Sicherheitsproblem darstellte.

Aber das ist ein marginales Fragment der DSGVO, das bei all den Bedingungen und Vorschriften fast untergeht.

Die Nutznießer der DSGVO

Hacker haben den Vorteil, dass man sie nun ausführlichst darüber informiert, welche Daten mitprotokolliert werden. Es ist nun deutlich einfacher eine Website oder einen Server zu hacken als jemals zuvor. Rechtsanwälte genießen eine Auftragslage wie nie zuvor – und dazu muss noch nichteinmal eine Abmahnung ins Haus flattern. Bereits vor Einführen der DSGVO wurden Rechtsanwaltskanzleien konsultiert, um den Bestimmungen der DSGVO gerecht zu werden.

Fazit

Internetnutzer müssen deutlich mehr Klickarbeit leisten als bisher. Internetriesen machen munter weiter wie bisher. Unternehmen müssen alle gesammelten Daten protokollieren. Es werden an jeder Stelle exakt dieselben Daten gesammelt wie bisher. Es entsteht kein Vorteil für irgendeinen Beteiligten, außer für Hacker und Rechtsanwälte.

Mehr Schaden als Nutzen? Aus unserer Sicht definitiv! Dass persönliche Daten verschlüsselt übertragen werden müssen ist sinnvoll, aber alle anderen Maßnahmen schießen am Ziel vorbei und sind teilweise sogar eine Gefahr für die Sicherheit!

Wer sich Sorgen um seine Daten macht und immer noch glaubt, es ginge um den Schutz seiner Daten wie seine Anschrift und seine Telefonnummer: Das gute alte Telefonbuch gibt es seit Jahrzehnten und war noch nie in irgendeiner Weise ein Problem. Nach DSGVO wäre nun sogar das Telefonbuch illegal.

Unsere Empfehlung

Es spielt keine Rolle wie sinnvoll oder sinnlos die DSGVO ist: Sie gilt seit 25.05.2018 per Gesetz und jeder muss sich daran halten.

Wer plant, einen Internetauftritt oder einen Onlineshop ins Leben zu rufen, sollte dazu ein Unternehmen beauftragen, welches Erfahrung mit der DSGVO hat, sodass von Vornherein alle erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, andererseits aber die Conversionrate durch zu viele, unnötige Maßnahmen nicht leidet.

Darüber hinaus ist es wichtig, einen Hostinganbieter auszuwählen, dessen Server sich innerhalb der EU befinden!

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